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Mittwoch,
30.06.2010
19 Uhr (c.t.)
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Finanzkrise 2.0
Wenn Staaten ihren Kredit verlieren...
Alle, die "nicht fuer die Krise zahlen" und sich die Krisenfolgen "nicht auf ihren Ruecken" laden lassen wollen, brauchen Klarheit, was der Grund fuer die Euro-Krise ist, die der Bankenkrise von 2008/09 gefolgt ist.
Los gegangen ist sie mit dem drohenden Staatsbankrott Griechenlands. Eine beispiellose Hetzkampagne brach los gegen "die Griechen, die ueber ihre Verhaeltnisse gelebt haben und sich jetzt von uns ihre Luxusrenten und schamlosen Lohnerhoehungen bezahlen lassen wollen".
Verwundert rieben sich die griechischen Rentner und Arbeitnehmer die Augen, fuer welchen Luxus sie ihre mickrigen Renten von durchschnittlich 500-700 und Loehne von um die 1000 Euro verprasst haben sollen. Das deutsche Publikum aber sollte nicken: Wenn der griechische Staat eine Finanzierungskrise hat, dann sind daran die griechischen Massen schuld; eine "Sanierung" der Staatsfinanzen geht nur ueber deren weitere Verarmung.
Mittlerweile hat sich die "Griechen"-Krise" zur Euro-Krise weiterentwickelt.
Und jetzt sollen die lohnarbeitenden und steuerzahlenden Buerger hierzulande einfach weiternicken - ganz nach derselben Logik: Wenn "die Finanzmaerkte" gegen den Euro spekulieren und der an Wert verliert, dann haben "WIR ALLE ueber unsere Verhaeltnisse gelebt", also sollen sie zu dem Verarmungsprogramm, das ihnen gegen die griechischen "Luxusrentner" eingeleuchtet hat, auch hierzulande ja sagen.
Alle, die Argumente gegen solche Behauptungen brauchen, laden wir ein zu einem
Vortrag mit Diskussion ueber
Finanzkrise 2.0
Wenn Staaten ihren Kredit verlieren...
Über das Zusammenwirken und den Gegensatz von politischer Macht und Finanzkapital
Referent: Dr. Theo Wentzke, Redaktion GegenStandpunkt
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